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LANGINHALT:
Paris. 10ème Arrondissement. Scheinbar ziellos durchstreift die Kamera das Viertel und zeigt alltägliches Leben, die Menschen auf den Straßen. Verwaschene, ins Graublau tendierende Farben – eine winterliche Vorabendatmosphäre breitet sich aus. Klavier und Streichinstrumente untermalen die Stimmung von Melancholie und Ruhelosigkeit der Bilder. Da pickt sich die Kamera eine Frau aus der Menge heraus, die sie verfolgen wird. Es ist Julie auf ihrem einsamen Weg durch die Straßen. Ihr Ziel ist ein Kino.
Zunächst wirkt alles wie ein typisch französisches Beziehungsdrama: Julie ist verärgert, dass sie allein ins Kino geht, während ihr Freund Ismaël seine Arbeit und obendrein die schöne Kollegin Alice zu bevorzugen scheint. Doch schon in der nächsten Szene zeigt der Film sein wahres Gesicht und seinen Sinn für Überraschungen: Ismaël holt Julie nach der Vorstellung ab und auf ihrem Weg nach Hause diskutieren die beiden ihre Beziehung – doch halt! – nicht in Form eines dramatischen Gesprächs wird kommuniziert, sondern im beschwingten Pop-Chanson vertraut man sich Gefühle und Gedanken an. Kaum zu Ende gesungen, klingelt es an der Wohnungstür und die nächste verblüffende Wendung tritt ins Haus: Alice spaziert mit ihrem Pyjama im Gepäck herein und schnell wird klar, dass die beiden bereits ein Lösungsmodell für ihre eingefahrene Beziehung entwickelt haben: Eine Ménage à trois. |